Probieren wir es doch mal mit einer Diktatur!

Naja, katholisch geborene Frauen, die ihre Kinder unter dem Vorwand, anders kämen die ja nicht an eine vernünftige Bildung heran, katholisch taufen lassen, tanzen da doch auf des Messers Schneide und müssen gehörig aufpassen, dass sie nicht beim kleinsten Tritt daneben in der Esoscheiße landen

Deine Überlegungen, Sturköppe jeder Art durch Identitätstausch mal ein wenig aus ihrem eingefahrenen Tritt zu bringen, finde ich ganz gut. Sehe nur momentan noch nicht vor mir, wie man das Ganze denn  so in die Tat umsetzen könnte. Müsste man wohl erst mal den passenden Saft oder dergleichen erfinden.

Habe vor längerer Zeit ja auch schon mal Überlegungen in ähnlicher Richtung angestellt und kam zu dem Schluss, dass wohl nur die Beantragung der Weltdiktatrur die Menschheit einen reellen Schritt nach vorne bringen könnte.

Wenn ich den Job dann machen würde (davon geh ich jetzt erst mal aus) müssten alle heiraten und zwar einen Partner oder eine Partnerin, der/die nachweislich (aus Sicht des jeweiligen Partners) eindeutig fremdes Kulturgut mit in die Ehe bringt. Womit ich nicht französisches Essen meine, sondern andere Hautfarbe oder zumindest (aus Sicht des jeweiligen Partners) ’ne igittigitt Religion (also nix da: evangelisch heiratet katholisch, muss schon richtig schwer fallen). Dann findet wahrscheinlich erst mal ein Run auf die Buddhisten statt, aber macht nix, irgendwann sind die ja auch weg.

Wer mit 25 nicht verheiratet ist, kommt in’s Kloster. Da muss ich aber auch aufpassen, dass sich da dann nicht so subversive Vereinigungen bilden Die Wahl der Äbte und Äbtissinnen will wohl überlegt sein. Kommen eigentlich nur Freunde des Hauses in Frage, sonst kannste ja niemandem mehr vertrauen, in dieser Welt. Also bereitet Euch schon mal vor und denkt Euch ein paar fesche Gebete aus.

Was mach ich bloß mit denen, die vor der Ehe schnell mal ’n Kind zeugen, um ihre tolle Rasse zu retten? Die Kinder standrechtlich erschießen? Jedenfalls ‚’n paar, um die Leute in der Spur zu halten? Wenn man was Gutes im Auge hat, gehören Kollateralschäden doch dazu.                                                                                                                       Gefällt mir aber nicht wirklich. Meinst Du, ’ne Stasi reicht vielleicht? Ja, vielleicht probier ich das erst mal. Stasi und  wer erwischt wird, geht 120Jahre nach Bautzen.                      Diktatur ist wirklich nicht ganz einfach, da will vieles bedacht werden.

Auf jeden Fall werde ich durchsetzen, dass  jeder männliche Eierkopf zukünftig genauestens daraufhin untersucht wird, ob die von seinem Besitzer gewünschte Kurzhaarfrisur auch wirklich zu ihm passt. Gibt ja nichts schlimmeres, als jemand mit raspelkurzem Haar, wenn ihm das überhaupt nicht steht.                                                 Ach, so’ne Prüfung ist ja  zuviel bürokratischer Aufwand.  Quatsch. Alle Männer tragen lang. Basta! Freue mich schon auf die Bilder der Demonstration auf dem Kuhdamm, auf der Seehofer und Steinmeier Arm in Arm mit wütenden Gesichtern gegen die Haarpracht auf ihren Köpfen protestieren.

Doch, so’ne Diktatur kann auch Spaß machen. Vielleicht steck ich alle Politiker in Indianerkostüme. Ach nee, Politiker gibt es nicht mehr. Dann eben Fernsehmoderatoren. Oder ich denk mir jede Woche was Neues aus. In einer Woche ’ne rote Nase, in der nächsten müssen sie  Pipi Langstrumpf – Frisuren tragen (geht ja gut, wenn die Männer lange Haare haben.). So kommt dann vielleicht mal wieder ein bisschen Schwung in’s allzu öde Fernsehprogramm.

Es lebe Multikulti!

Watler

Unterhaltung zwischen Pudeln und Damen

Selber Mäuschen

Kennst Du das Wort Toleranzrahmen?

Nun ist ja ein Rahmen nicht nur als Dekoration, sondern durchaus auch als Begrenzung zu sehen. Wenn man mal davon ausgeht, dass er nicht aus Gummi ist, ist es auch gar nicht so einfach, ihn zu erweitern.

Hin und wieder habe ich Anwandlungen, die ich durchaus schon mit dem Wort Altersmilde umschreiben möchte,  die mich unverhofft mit einem mir unvertrauten Maß an Großzügigkeit ausstatten und mich denken lassen: „ach, nun sei man nicht so“ und dann versuche ich mittelalte Damen mitsamt ihren Pudeln in meinen Toleranzrahmen zu quetschen. Aber es gelingt mir nur für kurze Momente, sie rutschen immer wieder raus – da kann ich mich noch so sehr bemühen.                                                                     Vielleicht ist das auch besser. Denn wenn ich diese Anwandlungen auf den Prüfstand stelle, fällt mir auf, dass ich dann, wenn ich Dame und Pudel reinkriege, ja nicht umhinkomme, das Fernsehprogramm, was ihnen zuliebe über den Schirm flimmert (wozu sonst sollte man einen Musikantenstadl produzieren), auch noch irgendwie mit reinzuquetschen. Markus Lanz würde  zukünftig  beim Sortieren  auf der anderen Seite landen……..(Näh……., das lehne ich ab). Und wenn der drin wäre, könnte ich die Bildzeitung auch noch hinterher schieben. Und wenn die dann drin wäre, käme  ich womöglich auf die Idee, Angela Merkel zu wählen.                                                                  Dann hätten wir den Salat.

Ist es das, was Du willst?                                                                                                      Das glaube ich nicht.

Du siehst also, dass Vergrößern des eigenen Toleranzrahmens ist nicht nur ein mühseliges Stück Arbeit, sondern auch nicht immer wirklich sinnvoll.  Also gönn mir meine kleinen Intoleranzen.Ich laufe ja schließlich nicht mit Transparenten durch die Gegend, auf denen stände, „Alle Damen, die mit Pudeln reden, RAUS AUS DEUTSCHLAND“.            Ich fordere mittelalte Damen auch nicht auf (Deinem Motto folgend: „Stell die Flasche weg, dann bist Du kein Alkoholiker mehr“) ihren  Pudel auf den Kleiderschrank zu stellen, sich  bei der VHS anzumelden,  eine Anzeige aufzugeben und  sich jemanden für eine Wohngemeinschaft zu suchen. “Schwuppdiwupp bist Du nicht mehr einsam!”

Aber:                                                                                                                                 Mittelalte Damen, die sich mit ihren Pudeln unterhalten, tragen ihre Gesinnung auf dem Gesicht. Punkt.                                                                                                                      Das ist ein Vorurteil.                                                                                                                 Ich weiß.                                                                                                                                  Das alleine ist der Grund, weshalb ich die Ohren spitze, wenn mir die Möglichkeit geboten wird, einer solchen Konversation zu lauschen.Ich möchte mir nämlich nicht irgendwann den Vorwurf machen müssen, mir sei entgangen, dass eine mittelalte Frau, die keine anderen Zuhörer fand als ihren Pudel, der einzige Mensch auf Erden gewesen sei, der klügstens durchdachte Ideen für eine Weltrevolution gehabt hätte, und nur weil ihr kein Mensch zugehört hätte, sei nun alles den Bach runter gegangen                                      Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, das weiß ich sehr wohl.

Ja, es stimmt, nicht jeder Alki verschwindet bei mir so schnell in der Schublade wie die Pudeldamen Nicht, weil ich besoffene Leute so toll finde, sodern weil weder politische Eistellungen, noch Vorlieben für ein bestimmtes Fernsehprogramm nach Schnaps stinken.                                                                                                                                  Und wenn man so vorgeht  wie Du, läuft man Gefahr, einen Ernest Hemingway, Charles Bukowsky, Horst Janssen oder gar einen Jim Morrison verschwinden zu lassen. Na gut, Horst Janssen hätte meinetwegen rein können, man hätte die Schublade ja hin und wieder ein kleines Stück öffnen können. Nur so weit, dass ein paar Zeichnungen durch gepasst hätten.                                                                                                                                        Drehst Du das Radio ab, weil Amy Winehouse angekündigt wird? “Da war doch was. Ach ja, die hat gesoffen.”                                                                                                                  Aber sobald ich höre::  “Und jetzt das Duo, was Helene Berg von der Spitze der Hitparade verdrängt hat, freut Euch auf mittelalte Dame und Pudel!” Da bin ich weg. Du kannst ja bleiben.                                                                                                                                  Wenn ich mir vorstelle, ich wäre 20 und säße mit Jim Morrison am Strand, dann würde ich vielleicht sagen: „Kannst Du mal ’n Kaugummi kauen, Deine Fahne nervt“, aber die Schublade mit den Pudeldamen bliebe zu.                                                                          Ich wusste  gar nicht, dass die oben erwähnten Herren tätowiert und obendrein Pitbullhalter waren. Naja, ich hab sie ja nie nackt gesehen. Vielleicht trugen sie  ein rotes Feuerwehrauto auf der linken Arschbacke. Und die Pitbulls müssen sie wohl alle zu Hause eingesperrt haben, bevor sie sich fotorafieren ließen.                                                        Man lernt nie aus.

Bevor Du Dich in Sachen Toleranz und Vorurteile als Vortragsreisende auf die Socken machst, solltest Du die ein oder andere Formulierung noch mal unter die Lupe nehmen..

Fühle Dich von meiner Toleranz umarmt

Frau Watler

Scheinheilige Toleranz

 

Liebste Sinnsuchende

Wer sich von Senf Energie rauben lässt, ist selber Schuld.

Du glaubst doch wohl nicht allen Ernstes, dass sich eine Industrie, die es gerade noch mal sechs Apfelsorten erlaubt, vor sich hin zu wachsen, mit 250 Sorten Senf herum schlägt. Die nehmen einen großen Bottich, schütten Öl, Wasser und Geschmacksverstärker rein und rühren einmal kräftig um. Anschließend verteilen sie die Pampe auf 250 Bottiche, rühren noch ein paar unterschiedliche Farb- und Aromastoffe rein und dann hat sich die Chose. 250 verschiedene Schilder drauf und schon steht er im Regal, der leckere Dijon-Senf. Kein Mensch weiß heute noch, wie Erdbeeren schmecken, aber Dijon- Senf………. Ha, Ha! So kloppen sie “Kochschinken” zusammen. Aber ausgerechnet Senf mehr kosten lassen. Joo!

Guter Tipp, lass Dir keine Energie rauben, sondern greif im Supermarkt blind und ganz entspannt zum nächstbesten Glas oder Tübchen. (Noch einfacher: geh zu unserem Hauptdiscounter, der hat eh nur eine Sorte) Solltest du dann einen Senf erwischen, dessen Aromastoffe Dir nicht schmecken, kannst Du Dich damit trösten, dass Du Dich zumindest nicht verarschen lässt.

Sinnvoll vor sich hin gucken und  als Ausgleich und zwecks Bekämpfung der Langeweile mit Dir streiten? Bin nicht sicher, ob ich mir meine nähere Zukunft so vorstelle. Muss ich noch mal drüber nachdenken. Kann man ja mal tun. Einen Tag oder auch ‘ne Woche lang. Aber dafür umziehen? Ich weiß ja nicht. Ich bin ja nicht so der Idylle-Typ. Es müsste dann jedenfalls gewährleistet sein, dass so hin und wieder mal ein Alki mit ‘ner offenen Bierflasche an uns vorbei schwankt. (Ich mag das ja nicht, wenn das echte Leben aus meinem Blickwinkel verschwindet). Aber wenn dann so’n Alki da wäre, der meine Seele beruhigen würde, stell ich mir das mit Dir wieder schwierig vor. Wahrscheinlich müsste ich mir  tage- und nächtelange Vorträge über die Untaten der Suchtmittelindustrie anhören. Reine Scheingefechte, wenn Du mich fragst. Denn ich habe bislang selten bis nie erlebt, dass Du  mal einen gestandenen Manager eines Tabak- oder Drogenkonzerns in seiner Villa aufgesucht und ihm mit einer glühenden Rede klar gemacht hättest, dass sein Geschäft ein verwerfliches ist und er die Hölle zu fürchten hat. Nein Du greifst Dir Raucher, Alkis und wenn Du mal einen erwischen solltest auch bestimmt gerne mal einen Junkie. Habe ja manchmal den Verdacht, dass Dein Kampf weniger den Konzernen, als vielmehr den Schwächen Deiner Mitmenschen gilt. Macht sich nur besser, wenn Du, nachdem Du sie ordentlich rund gemacht hast, mit Unschuldsmiene behauptest, Du hättest nichts gegen Raucher, sondern nur gegen die Industrie. So kommt man Dir nicht so leicht auf die Schliche. Wenn ich mal ein kaltherziges Psychgramm erstellen sollte, müsste ich wahrscheinlich sagen: Frau Staldorf ist nicht viel besser, als die meisten Erdenbürger. Sie toleriert jedes krause Verhalten, mit dem sie in Ihrem persönlichen Leben gar nicht konfrontiert wird. Kommen die Menschen ihr näher, ist es aus mit der Toleranz. Bitte nur Schwächen, die man selbst auch hat!

Stell Dir mal vor, abgesehen von einem kleinen Randgrüppchen, müsste kein Mensch zur Toilette.. Dann solltest Du die Leute mal hören: “Abartig, widerlich, eine Schande für die menschliche Gattung. Sperrt sie weg, womöglich ist das ansteckend! Rettet unsere Kinder!” Was weiß denn ich. Auf jeden Fall säße dieses Häuflein ziemlich verloren auf ihren Klos herum und würde das Schicksal, was ihnen die Zugehörigkeit zu den Scheißern und Pissern beschert hat, verfluchen.  Weltweit würden sie einsortiert in die unterste Kaste. Da aber die Natur es so eingerichtet hat, dass wir alle auf unserem (aber ja immerhin zu verriegelnden und daher) stillen Örtchen verschwinden müssen, wird im Sprachgebrauch der Begriff Toleranz noch nicht einmal bemüht. Wobei ich ziemlich sicher bin, dass den meisten Menschen der Vorgang ansich nicht wirklich geheuer ist. Oder was meinst Du, warum, die Menschheit sich so schwer damit tut, Begriffe zu kreiieren, die man unbefangen und überall verwenden kann. Man behilft sich, indem man den Ort benennt, an dem man es tut, aber man versucht kontinuierlich zu vermeiden, das, was man tut, zu benennen.  Niemand käme auf die Idee, das Wort “essen” zu vermeiden. “Ich muss mal eben zum Herd.” – “Was willst Du da?” – “Das weißt Du doch.” Aha! Versuch doch mal klar zu sagen, was Du vorhast. Sag mal: “Ich muss pinkeln,” wenn Königin Elisabeth mit am Tisch sitzt. Oder geh mit ein paar Freaks, die sich Unkonventionalität auf die Fahnen geschrieben haben, in die Kneipe, steh auf und sag, ich muss mal eben meinen Darm entleeren”. Das geht nur, wenn Du dazu ein Gesicht machst, was deutlich macht, dass Du Dich über bürgerliches Geschwafel lustig machen möchtest. Alle eiern rum. Viele kreiieren eigene Begiffe, die diesen furchterregenden Vorgang verharmlosen sollen. “Püschern” , “Pullern”, was gibt es nicht für seltsame Kreationen. In erster Linie für’s Pinkeln. Die Darmentleerung wird tunlichst ganz vermieden. Bei Kindern muss das Kind ja einen Namen haben. “A A,” (wie schreibt man denn das?) und “Pipi”. Manche Frauen legen das dann nie wieder ab. Da steht dann möglicherweise zwei Zentner Lebendgewicht vor Dir: “Ich muss mal Pipi.” Also, wenn Du mich fragst, ein unbefangener Umgang sieht anders aus. Und dann stell Dir mal vor, es müssten nicht alle!

Das mit der Randgruppe ist natürlich nicht ganz zu Ende gedacht. Bestände sie aus den Mitgliedern der europäischen Könighäuser, sähe man es sicher als  Privileg,  und so manches Möchtegern-Prinzesschen läge abends auf seinem Kissen und würde von gemeinsamen Sitzungen auf dem königlichen Klo träumen.

Hätte doch die Natur es so eingerichtet, dass alle Menschen mit größter Selbstverständlichkeit im Alter von -sagen wir – fünfzehn zur Zigarette greifen  und bis in’s hohe Alter friedlich vor sich hin dampfen würden! Dann wär Ruhe..

Alternativ hätte ja mal ein tabakliebender  Evangelist auf die Idee kommen können, leidenschaftliches Rauchen als Eintrittskarte für’s Paradies zu deklarieren. “Demjenigen, der an einem Raucherbein zugrunde geht, wird garantiert Einlass gewährt.” Dann säße Benedikt nie ohne Havanna im Papamobil. Das ließe ihn doch sogleich sympathisch erscheinen. Pfarrer und Pastoren würden in ihren Kirchen zu gemeinsamem Rauchen auffordern und jeder, der sich wegen seiner Raucherei dumme Sprüche anhören müsste, könnte sich beleidigt geben und auf Religionsfreiheit pochen. Ein kleiner Satz und das Leben wäre ein völlig anderes. Ach wie schade!  Aber leider sind die vor 2000 Jahren noch nicht auf die Idee gekommen, Tabak zu rauchen. Sonst hätte einer die Chance ganz sicher genutzt.

So, ich rauche wieder und möchte von jetzt an nie wieder über’s Rauchen reden. Schluss, aus, vorbei. Themenwechsel! Toleranz, besonders Deine, wäre doch ein schönes Thema.

Tolerante Grüße

Frau Watler

 

Katzen auf Entzug

 

Guten Tag,

inwiefern ruft denn die Unterstützung einer Raucherin beim Entzug Deine mühsam gebunkerte Co-Abhängigkeit auf den Plan?

Ich dachte immer, Co-Abhängigkeit ist dann im Spiel,  wenn Frauen nachts um drei per Anhalter von Hamburg nach Malmö fahren, um Kleingeld für den Zigarettenautomaten zu besorgen oder (für den Fall, dass es einen solchen vor Ort nicht geben sollte) in Kioske einbrechen, nur um ihrem Göttergatten eine qualvolle Nacht ohne Rauchwaren zu ersparen. Oder wenn Mutti dem Säufer-Papi noch schnell ein frisches Hemd bügelt, um zu verhindern, dass die böse Welt auf unerwünschte Gedanken kommt, weil Papi das Hemd, was Mutti ihm gestern gebügelt hat, noch mal schnell voll gekotzt hat

So oder so ähnlich stellte ich sie mir vor, die Co-Abhängigkeit Und nun kommst Du und erzählst mir, dass Mann /Frau sich in Gefahr begibt, sich als Co-Abhängige/r zu betätigen, wenn er/sie Menschen beim Entzug unterstützt.(Jetzt komm mir nicht mit den vier Monaten! Dass ich Überlegungen anstelle, meine Rauchfreiheit auf vier Monate zu begrenzen, (weil mein liebloses persönliches Umfeld mich ja permanent beschimpft und in keiner Weise bereit ist, mich zu unterstützen), weißt Du erst seit einigen Tagen, das kannst Du also nicht als Begründung für Dein schofeliges Verhalten anführen).

Ich glaube, was Du erreichen willst, ist, dass Menschen zu dem Schluss kommen, dass man Raucher nie unterstützen sollte. Wenn sie rauchen ja sowieso nicht, wenn sie nicht rauchen aber auch nicht. Wahrscheinlich noch nicht mal dann, wenn sie sich  voller Verzweiflung von der Köhlbrandbrücke gestürzt und nur durch ein Wunder überlebt haben. Wahrscheinlich noch nicht mal dann, wenn das Wunder nicht geschehen ist und sie bei diesem Sprung vor die Hunde gegangen sind.

Nun kann ich ja verstehen, dass die Abhängigkeit eines Menschen (wovon auch immer) für sein Umfeld, unter Umständen, recht anstrengend sein kann. Aber das ist ja nicht nur so, wenn es sich bei diesen Abhängigen um Raucher handelt.

Soll ja auch Leute geben, die sich von Katzen abhängig machen. Gut, viele von denen sind wie Raucher. So wie die nicht ohne ihre Zigaretten sein mögen, so mögen sie nicht ohne ihre Katzen sein. Das ist dann ja auch in Ordnung. Nun gibt es aber eine andere Gruppe, die sehr wohl ohne ihre Katze sein mögen. Sie fahren in Urlaub und vergießen keine Träne des Trennungsschmerzes, denn im Grunde genommen sind ja nicht sie von ihren Katzen abhängig, sondern sie haben die armen Viecher von sich abhängig gemacht. Sind womöglich noch stolz darauf, dass sie nicht so abhängig sind, wie ihre rauchenden Freunde und kleben sich auch noch das – durchaus gesellschaftsfähige –  Attribut: Katzenliebhaber an’s Revers. Ja, ja, sie lieben ihr Kätzchen! Sie lieben es so sehr, dass sie ihm jeden Wunsch von den Augen ablesen. Hat Katze gerade Mal keinen großen Hunger, so vermutet Frauchen, dass das Mahl aus irgendeinem Grund nicht zu Katzes Zufriedenheit ausgefallen ist, entfernt den Napfinhalt und sorgt schleunigst für eine Alternative. Möchte Katze nach draußen, braucht sie sich nur vor die Tür zu setzen und kurz Laut zu geben, schon kommt Frau angelaufen und öffnet die Tür. Stellt Katze, kaum dass sie die Wohnung verlassen hat, fest, dass sie ja eigentlich doch gar nicht nach draußen möchte, reicht es, sich dieses Mal auf die andere Seite der Tür zu setzen und ein wenig lauter bemerkbar zu machen, um zu erreichen, dass Frauchen (Männchen machen nicht soviel Theater) sogleich wieder angelaufen kommt und die Tür wieder öffnet. Hat Katze einen besonders unentschlossenen Tag, lässt sich dieses Spiel beliebig oft wiederholen. Es dauert nicht lange, und schon reift in Katze die Erkenntnis, dass sie einen Butler hat. Kindern, die so aufwachsen, wird der Glaube, sie seien ein Prinz oder eine Prinzessin im Kindergarten oder in der Schule wieder genommen. Katze besucht aber ja weder das eine noch das andere.Gut, bei den Menschen, die von ihren Katzen abhängig sind, ist das egal. Die sind wie Raucher. Kein Raucher zwingt seine Freunde, seine Zigaretten zu rauchen und kein Katzen-Abhängiger wird auch nur einen Tag ohne sein Haustier sein wollen und daher wird er auch nie Menschen aus seinem Umfeld nötigen, (während er sich die malledivische Sonne auf den Bauch scheinen lässt), für seine blöde Katze den Butler zu spielen.

Das tun nur Leute der zweiten Gruppe (siehe oben: nicht sie selbst sind abhängig…) Diese Leute haben für ihr Umfeld eine fatale Wirkung. Schlimmer als es die eines rauchenden Freundes jemals sein könnte. Denn wenn sie in Urlaub fahren möchtet, wenden sie sich mit der Bitte, das Kätzchen mal eben zu versorgen, an eine gute Freundin (hab noch nie einen Mann getroffen, der mir erzählt hätte, dass er gerade eine vorübergehend verwaiste Katze versorgen müsste). Sie quälen sich im Urlaub nicht mit Entzugserscheinungen herum. Was sie nicht bedenken ist, dass aber ihre arme Katze unter solchen und diversen anderen neurotischen Erscheinungen leidet.

Katze möchte natürlich in Zeiten, in denen Frauchen im Urlaub ist, auf ihre lieb gewordenen Gewohnheiten nicht verzichten, und erwartet mit größter Selbstverständlichkeit, dass auch die Freundin dem Rechnung trägt..Aber nicht nur das. Da Katze entsetzt feststellt, dass ihr persönlicher Butler ihr abhanden gekommen ist und sie nicht sicher sein kann, dass ihr Lebensstandard auf Dauer keinerlei Einschränkungen erfahren wird, überfällt sie tiefe Trauer und Existenzangst. Sie klammert sich folglich an die Freundin ihres Butlers und macht ihr klar, dass nur 24stündiges Streicheln ihren Schmerz ein wenig lindern kann. Nun kommt es ja vor, dass auch Katzenbetreuer noch vereinzelt  anderen Pflichten nachkommen müssen, was dazu führt, dass Katze je nach Möglichkeiten in der Wohnung, im Garten und für den Fall, dass der Ersatzbutler vergessen haben sollte, die Balkontür zuzumachen, auch mal mitten in der Nacht vom Balkon aus, ausgiebige Konzerte veranstaltet, die unter dem Oberbegriff: “Klagelieder” sicher gut zusammengefasst werden können.

Wer nun meint, die Menschen, die in solchen Nächten in Massen durch die Straßen strömen, täten das, weil sie sich der Magie eines solchen Konzertes nicht entziehen könnten, irrt. Zwar sind die Katzenkonzerte der Grund, weshalb sie mitten in der Nacht den Schlafanzug wieder gegen die Straßenklamotten tauschen, aber der einzige Gedanke, der sie antreibt, ist der, jemanden zu finden, den sie für das, was sie als ruhestörenden Lärm empfinden, zur Verantwortung ziehen können. Kein Mensch läuft zu ‘ner Katze und sagt: “Mach mal Deine Musik leiser.” Nein, man sucht nach einem Menschen, dem man gehörig die Leviten lesen kann. Was meinst Du wohl, wer der- oder diejenige  sein könnte, die sich mitten in der Nacht dem geballten Volkszorn gegenüber sieht? Ganz genau! Es ist die liebe Freundin.

So schließt sich der Kreis. Ich wusste schon mit siebzehn, dass Raucher den angenehmeren Teil der Menschheit verkörpern. Um zu diesem Teil zu gehören, habe ich schließlich angefangen zu rauchen.

Raucher ohne Haustier. Wenn ich Freunde per Zeitungsanzeige suchen würde, stände der Satz drin. Lieber ‘ne jaulende Raucherin, als ‘ne jaulende Katze!

MfG

Frau Watler

 

Weg in’s Glück

Hallo, Du Motivationskünstlerin,

wer weiß, vielleicht schafft man’s ja sogar in einen Schuhkarton. Immerhin ist ja erst alles vorbei, wenn das Herz aufhört zu schlagen, oder? Und das wird man ja wohl in einen Schuhkarton quetschen können.

Solche Freunde wie Dich brauchen arme Schweine, die unter Qualen versuchen, sich von ihrer Sucht zu befreien. Anstatt  mich mit kalorienarmen Leckereien, Wolldecke und Wärmflasche zu versorgen, mir ‘ne Badewanne einzubauen, in der ich entspannen kann, Dich an mein Sofa zu setzen, mir Geschichten zu erzählen und mir immer wieder gut zuzureden:  “Du wirst es schaffen, die Zukunft wird paradiesisch sein!:” hast Du nichts Besseres zu tun, als auf dem bisschen Motivation, was ich noch habe, herum zu trampeln! Giftzwerg!

Aber Du kannst machen, was Du willst: Ich werde nicht rauchen. Zumindest in den nächsten 2 Monaten nicht. Denn ich habe mir vorgenommen, dieses Mal länger durchzuhalten, als bei meinem letzten Versuch. Und das wäre erst nach vier Monaten der Fall. Zwei hab ich um………… (das bisschen Rechnen wirst Du ja wohl selber hinkriegen). Danach werd ich mich dann wohl wieder an die Produktion meines Raucherbeines machen.

Das als Forschungsprojekt aufzuziehen wird sich aber kaum lohnen. Kann man natürlich als Freizeitbeschäftigung machen, aber als Hobby find ich’s nicht so spannend. Die Zeiten sind vorbei, in denen man sich an einen Strand setzen und aus Langeweile, mit einem Ast, ein rechtwinkliges Dreieck in den Sand malen, ein paar Quadrate über die Seiten kritzeln und denken konnte: “Mensch, das sieht doch so aus, als wären die beiden kleinen zusammen  genauso groß wie das Große alleine. Damit wird man doch ein paar Tausend Jahre eine Schülergeneration nach der anderen beschäftigen können!”                            Vor zweihundert Jahren hätte man mit der Dokumentation der Entwicklung eines Raucherbeines vielleicht noch für Furore sorgen können, heutzutage muss man sich da schon ein bisschen mehr einfallen lassen.                                                                          Es gibt nur wenige so banale Geschichten, die das Interesse der Menschheit noch wecken können.

Vielleicht könnte man ein Video in’s Netz stellen, in dem man zeigt, wohin es führen kann, wenn man Raucher auf Entzug provoziert. Eine starke Raucherin – wie ich z.B. – könnte ihrer Freundin – wie Du z.B. – genüsslich den Garaus machen. Was ist? Stellst Du Dich zur Verfügung? Musst natürlich eine Einwilligungserklärung schreiben, sonst steh ich womöglich am Ende dumm da. Falls Du Probleme damit haben solltest, Deinem Ende so unmittelbar in’s Auge zu sehen, kannst Du mir die Erklärung ja  rüber reichen und ich falle dann irgendwann ganz unvermutet über Dich her.

Überleg’s Dir mal, Du würdest wahrscheinlich, über die Grenzen unseres Landes hinaus, eine Berühmtheit. Die Nichtraucher aller Länder würden Gedenksteine für Dich errichten und durch die öffentliche Aufmerksamkeit würde sich  die Politik genötigt fühlen, sich endlich mit der Tabakindustrie anzulegen, und dafür zu sorgen, dass das Gift aus den Läden verschwindet. Gäbe es keine Zigaretten mehr, so fiele vielen Rauchern der Entschluss, mit dem Rauchen aufzuhören, wesentlich leichter, glaub’s mir. Und Du kämst im Jenseits an und hättest keinerlei Mühe, die Frage: “Welchen Sinn hatte Dein Leben?, überzeugend zu beantworten.                                                                                            Nun bist Du ja eine Frau. Mit dem Nirvana klappt das daher noch nicht. Hab jedenfalls mal gehört, dass man da nur als Mann rein kommt. Aber Dein nächstes Leben wäre wahrscheinlich ein quietschfideles Männerleben, völlig ohne irgendwelche Stolpersteine, die dazu führen könnten, dass Du Dir die Finger schmutzig machen müsstest und danach dann aber ab in’s Nirwana. Wär das nicht fein?

Mir würd’s gut gefallen. Ich stelle mich gerne zur Verfügung, Deinen Weg in’s Glück zu ebnen.

Liebste Grüße

von Nichtraucher zu Nichtraucher

Deine Frau Watler

 

Raucher sollten rauchen

Guten Abend, Frau Staldorf

Weil die Erde keine Scheibe ist, sollte man lieber nicht immer geradeaus gehen.

Deshalb empfiehlt es sich, einen Stock dabei zu haben, der einem hilft, zu erkennen, wann es mal wieder rund geht.                                                                                          Das aber kann natürlich dazu führen, dass ein besonders umsichtiger Autofahrer, der dem Irrglauben erliegt, besondere Rücksicht nehmen zu müssen, da es sich bei einem der Verkehrsteilnehmer um einen Blinden zu handeln scheint, der hilf- und orientierungslos durch die Welt irrt, vor lauter Übervorsicht gegen einen Baum fährt. Bum: Weg ist er.

Folglich sollte man beizeiten überlegen, welche Organisation die Betreuung der eigenen Person übernehmen soll, wenn es denn um den letzten Schritt geht. Denn die Verursachung eines schweren Unfalls durch die Vortäuschung von Blindheit wird sich mit Sicherheit als dicker Stachel im Gewissen festsetzen. Womit wir wieder beim Buddhismus wären.

So, das hast Du davon.                                                                                                        Zack, Zack, Zack.

Jeder Versuch, das Weltgeschehen zu erklären kann nur scheitern, wenn man die freie Sicht darauf durch Vorgaben einschränkt. Weil, deshalb, folglich………….schon springt man beim Erklärungsversuch um diese Wörter herum. Und was kommt dabei heraus? Du siehst es ja.

Und überhaupt: ich gebe Dir den guten Rat, auf das, was  ein Hardcoreraucher, der gerade einen wahrscheinlich sinnlosen Versuch unternimmt, mit dem Rauchen aufzuhören, von sich gibt, zu pfeifen.                                                                                  Ein Raucher auf Entzug geht davon aus, dass er sein zukünftiges Leben völlig freudlos wird abarbeiten müssen, denn ohne seine beste Freundin, die Zigarette, erscheint ihm alles sinnlos. Nie wieder  wird er einen Tag erleben, an dem die Sonne, die Blumen, die Menschen ihm Freude bereiten werden. Er wird sich jeden Tag auf’s Neue fragen, warum um alles in der Welt er so krampfhaft versucht, zu verhindern, dass er sich  eines Tages der Diagnose: “Raucherbein“ wird stellen müssen. Und er wird für den Rest seines Lebens mit der Kultur, in die er hinein geboren wurde, hadern, weil sie ihm eingebläut hat, dass wirklich jedes noch so beschissene Leben besser ist als das  Jenseits. Für den Rest seiner Tage wird er den Zeiten nachtrauern, in denen er sein Leben genießen und bedenkenlos seinen Tabak auspacken und sich eine drehen konnte. Der Gedanke daran wird ihm auch nach vielen Jahren noch Tränen in die Augen treiben.

Und von so einer armen Sau willst Du Tipps haben, wie man das Leben und die Welt händeln könnte.

Das kann ja gar nicht Dein Ernst sein.

 In endloser Trauer

Frau Watler

 

Der Buddhistische Himmel

Moin Frau Staldorf,

aber klar doch, gar kein Problem. Warte, ich mach mir eben schnell einen Kaffee und dann geht’s los………….

Mist, meine Kaffeemaschine ist kaputt.                                                                              Und ohne Kaffee kann ich solche Fragen nicht beantworten, zumal ich momentan in einer ganz anderen Richtuing unterwegs bin.                                                                            Denn neben der Frage, wie denn wohl das Leben in dieser schönen neuen Welt, mit all diesen großen bunten Verpackungen, die wesentlich mehr Inhalt versprechen, als tatsächlich beherbergen, unter Einhaltung des siebenundzwanzigsten Gebotes, was da lautet: ’Du sollst nicht aus dem Fenster springen’, abzuarbeiten sei, beschäftigt mich derzeit auch die Frage, wie man denn die Zeit nach diesem Tag X, an dem man diese ermüdende Aufgabe endlich bewältigt haben wird, planen könnte, ohne dann wieder in einem ähnlichen Schlamassel zu landen.

Ich dachte, ich hätte das in meinem Kopf eigentlich soweit klar, aber dann geschah etwas, was meine sämtlichen Planungen über den Haufen warf. Habe nämlich heute erfahren, dass fluchende Leute nicht in den buddhistischen Himmel kommen. Dabei hatte ich den für mich vorgesehen. Immerhin trage ich seit Jahrzehnten jedes Insekt, was sich in meine Wohnung verirrt hat, wieder nach draußen, anstatt es zu zerdätschen oder im Staubsauger einen qualvollen Tod sterben zu lassen. Und nun?  Alles umsonst! Denn Buddha davon zu überzeugen, dass ich ein nicht fluchender Erdenbürger gewesen bin, dürfte selbst mir schwer fallen. Ich weiß nicht, wer das Fluchen erfunden hat, ich könnte es ganz sicher gewesen sein. Und jemanden beschimpfen darf man wohl auch nicht. Irgendwie muss ich das alles überlesen haben!
Was mach ich denn nun? Ob es noch reicht, wenn ich jetzt damit aufhöre?

Und was fällt denn alles darunter, kann mir das mal einer sagen?
Wenn ich zu meinem Sohn sage:  „Wann willst Du denn den Biomüll runter bringen? Dann, wenn er so richtig stinkt und die Maden sich fühlen wie im Speck?” und er sich, obwohl es sich doch um eine ganz normale Frage handelt, beschimpft fühlt – ist das dann tatsächlich eine Beschimpfung? (Wohlgemerkt, ich gehe erst dazu über, die Frage: “wann bringst Du den Biomüll runter?”, zu verlängern, wenn er bereits dreimal geantwortet  hat:  „Mach ich gleich.” und ich mir nicht mehr anders zu helfen weiß. Das möchte ich an dieser Stelle betonen, nicht dass Du diesen Punkt zum Themenwechsel nutzt und mir vorwirfst, ich sei eine üble Mutterziege).
Oder, wenn ich zu jemandem sage: “Das hast Du aber richtig fein gemacht”, und sein Gehirn diesen Satz dann aber übersetzt und am Ende: “Der Weltmeister der Schwachköpfe hätte das sicher nicht besser hingekriegt.” herauskommt. Hat er dann das Problem, weil er übersetzt hat, oder behalte ich den schwarzen Peter? Einen Prozess würde ich sicher gewinnen, aber den großen Vorsitzenden der Buddhisten werden die Kriterien, die ein irdisches Gericht bei einer Urteilsbegründung zugrunde legt, sicher wenig kratzen.
Oder wenn ich mich völlig überfordert fühle, weil ich gerade einen Kaffee über mein Buch geschüttet habe,  dringend zur Toilette muss und währenddessen gleichzeitig das Telefon und die Türklingel schrillen und ich dann brülle: “Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt!” ist das dann Fluchen?

Nachbarin Carla meint, das mit dem Hund in der Pfanne geht noch, aber wer ist schon Nachbarin Carla, um solche Fragen zu entscheiden.

Du siehst, ich stecke in Schwierigkeiten.
Kannst Du mir nicht eine Liste ausarbeiten, in der genauestens aufgeführt ist, was ich darf und was nicht? Bitte wissenschaftlich abgesichert, ansonsten taugt das ja alles nichts.
Vielleicht sollte ich allerdings auch noch schnell auf die Katholiken umbuchen. Da reicht es ja wohl, wenn man bereut. Ist bestimmt einfacher, da ein Mal in der Woche hinzulaufen und zu bereuen, als auf Dauer meine Klappe zu halten.
Findest Du nicht auch, dass die Buddhisten unangemessen anspruchsvoll sind? Insekten raus tragen, jede Pflanze achten und dann noch nicht mal fluchen dürfen, wenn man versehentlich gerade mal wieder auf eine getreten ist. Ich finde dass ist ganz schön viel.

Schlaf schön

Watler